Glasfiguren können auf einfache Weise durch Verkleben der Einzelteile gefertigt werden. Dies ist "Mr. Paris", eine Arbeit von B. Steinweh. Kopf, Hals, Rumpf, Beine und Arme wurden in Voll- und Haftverschmelzung ausgeführt. Das Verkleben erfolgte mit einem Epoxidharzkleber.

Bewegliche Skulpturen

Angeregt von einer Skulptur des Niederländers Frank van den Ham entstand diese Arbeit in Mosaiktechnik. Eine flache Schalenform wurde halbiert und am Rand verklebt. Die beiden Außenflächen wurden sandgestrahlt.

Die bewegliche Skulptur von Chr. Urbanek entstand aus einer flachen Schalen, die halbiert wurde. Danach wurden die Kontaktstellen geschliffen und die beiden Hälften verklebt. Die Außenflächen wurden teilweise sandgestrahlt.Die geraden Kanten wurden geschliffen und poliert.

Pâte de Verre in Höhr-Grenzhausen

Die Ananas

wurde von M. Bauer

mit Silikon abgeformt,

danach in Wachs gegossen.

Das Wachsmodell diente zur Herstellung

einer Hohlform

für den Glasguss. 

 

Die Technik

des Pâte de Verre

erlaubt eine

farblich differenzierte

und detailreiche

Ausformung.

Skulpturenseminar in Höhr-Grenzhausen

Das Wochenendseminar

zum Thema Glasskulptur

im Keramikmuseum Westerwald

in Höhr-Grenzhausen 2015

mit 6 Teilnehmerinnen

erbrachte eine Vielzahl

von kleinen und

mittelgroßen Glasskulpturen.

Sie wurden für das Foto

zu einer Super-Skulptur

arrangiert.

Vase

Glasverschmelzung plus Klebetechnik ermöglichen eine Gefäßgestaltung wie das Beispiel dieser Vase zeigt. Sie entstand aus 2 gebogenen Seitenteilen und einem eingesetzten Glasboden. Es sind zahlreiche Varianten in Höhe und Breite möglich. Für das Foto wurde die Vase auf einen Spiegel gestellt.

Blick von oben in das Gefäß.

Glasschale für ein Taufbecken

Die Schale in Mosaiktechnik hat einen Durchmesser von 52,5 cm bei einer Tiefe von 15 cm.

Die Innenseite der Glasschale ist glänzend. Die Unterseite wurde sandgestrahlt.

Der Blick von oben in die Glasschale zeigt das Linienmuster, welches durch Sandstrahlung der Unterseite erzeugt wurde.

Im Detail zeigt sich das Zusammenspiel von Farbmosaik und durchscheinendem Linienmuster.

Stelen

Für die Sonnenscheibe von H. Werner mit der schwarz-weißen Spirale wurde eine individuell gefertigte Edelstahl-Hängung gewählt. Die Form des Glases wird durch die Hängung unterstrichen. Das Material Edelstahl hat einen zum Glas passenden Oberflächenglanz. Glas und Stahl bilden eine harmonische Einheit.

Im Glaskurs Borken schuf A. Buschfort diese 1,20 m hohe Glasstele. Eine blaue Figur mit filigranen Gliedmaßen steht Kopf. Kopfstand - so macht es Georg Baselitz seit den 70er Jahren, siehe Wikipedia: "Mit dem Umdrehen seiner Bilder nahm er dem Bild seinen konventionell gedachten Inhalt, machte also den Bildgegenstand gegenstandslos und damit abstrakt. Durch das Auf-den-Kopf-Stellen seiner Werke konnte er den Betrachter direkt mit der Organisation von Farbe und Form auf der Bildfläche konfrontieren, unabgelenkt vom persönlichen Inhalt des Bildes." 

Eine Stele ganz anderer Art

schuf S. Harte im Glaskurs Bergheim.

Hierbei wurden völlig unterschiedliche Glaselemente,

Kreis, Quadrat, Dreieck,

gefertigt und

anschließend in eine Holztafel

eingearbeitet.

Landschaften

Ch. Eschen, Landschaft
Ch. Eschen, Landschaft

Landschaften sind ein dankbares Thema für Glasbilder. Ch. Eschen schuf diese Glasarbeit im Kaarster Glaskurs. Die malerische Wirkung entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Glasteile. Glaskörner, Glasfäden und Glaspulver tragen zur Gesamtwirkung bei. Ebenso die Verschmelzung der Farben in verschiedenen Glaslagen. Das sieht man allerdings nur am Original und kann im Foto leider nicht wiedergegeben werden. Falls Paul Klee bei dieser Arbeit Pate gestanden hat, wird er Frau Eschen um die Tiefenwirkung ihrer Glasarbeit sicher beneiden.

Glasschmuck

Schmuck aus Glas ist ein immer wieder anregendes Thema in den Glaskursen. Das Bild zeigt ein Paar Ohrstecker. Neben weißem und farblosen Glas wurde eine 24-Karat-Goldfolie verschmolzen. Das weiße Glas gibt die nötige Basis, das Klarglas die Tiefe und das Gold den Glanz. 

Schwere Glasschale

Im Glaskurs Krefeld wurde diese Glasschale von Chr. Urbanek gefertigt. Über fünf Lagen Glas wurden farbig gestaltet und verschmolzen. Um den massiven Charakter der Schale zu betonen, wurden die Kanten geschliffen und poliert. Dadurch wird der Blick auf die verschiedenen Lagen Glas frei gelegt. Leichtigkeit des Dekors und Schwere des Materials bilden einen höchst reizvollen Kontrast.

Glasskulptur "Welle"

Die Glasskulptur "Welle" stammt von J, Schimansky, Glaskurs Borken. Die Welle wurde bereits mehrfach in anderen Glaskursen kopiert. Aber das Original blieb unerreicht. Charakteristisch ist das Relief an der Außenseite und die starke Biegung. Was man erst bei genauerem Hinsehen bemerkt, ist die Klebefläche. Diese ist unbedingt nötig. Warum, erfahren Sie im Glaskurs.

Schüsselchen

Chr. Urbanek, Schüsselchen mit Glasüberfang
Chr. Urbanek, Schüsselchen mit Glasüberfang

Das Bild zeigt ein Schüsselchen von Chr. Urbanek. Der untergelegte Spiegel lässt den Aufbau des Glases erkennen. Die Basis bildet ein weißes Glas. Darüber 2 Lagen Glasstreifen und abschließend eine Lage Klarglas für die Lufteinschlüsse. Gewölbt wurde das Schüsselchen faltenfrei über einer Metallform. Die Tiefe des Schüsselchens hängt ab vom Durchmesser der Glasscheibe.

Glasregion Niederrhein

Am Niederrhein hat sich eine Tradition des Glasgestaltens etabliert, die mit der Technik der Glasverschmelzung Erstaunliches leistet. Davon zeugte eine kleine Ausstellung im Foyer der Volkshochschule in Krefeld, Rathausplatz, anfang des Jahres.

Seit den 90er Jahren bieten die Volkshochschulen am Niederrhein Kurse in Glasverschmelzung. Dabei lernen die Kursteilnehmer die Eigenschaften des farbigen Glases für ihre kreative Gestaltung zu nutzen. Unter fachlicher Anleitung von Wolfgang Schmölders, Designer und Herausgeber von GLASHAUS, Internationales Magazin für Studioglas, entstehen neben Modeschmuck, Gebrauchsglas, auch Reliefs und Skulpturen aus Glas.

Das Material Glas wird vor allem geschätzt wegen seiner intensiven Farbigkeit und Lichtbrechung. Diese Eigenschaften machen die ausgestellten Glaskunstwerke zu Beispielen für eine Technik der Glasbearbeitung, die seit Jahrzehnten entwickelt wurde und die in der jahrtausendealten Geschichte des Glases ohne Beispiel ist. Gewiss verstanden es schon die Römer, verschiedenfarbige Gläser miteinander zu verschmelzen. Doch was heute an verschmelzbaren Gläsern zur Verfügung steht und in computergesteuerten Öfen verschmolzen und geformt werden kann, geht über diese frühen Anfänge weit hinaus.

„Schon als Kind hat mich das Glasmachen fasziniert“, sagte ein Teilnehmer im Glaskurs. Heute schaut er nicht nur zu, wie geschickt andere mit dem Material Glas umgehen. Er oder sie schaffen selber Glaskunstwerke von intensiver und lichtvoller Farbigkeit.

Das Kursangebot ist vielfältig. Und es reicht von Xanten bis Düsseldorf, wo im Glasmuseum gearbeitet wird. Auch bis Bonn und im Münsterland wird der Glaskurs angeboten. Die Glasverschmelzung findet im Krefelder Atelier statt. Dort stehen mehrere Öfen für die unterschiedlichsten Aufgaben bereit. Wenn in der Regel nach kurzer Zeit die Arbeiten im Kurs fertig sind und von den Teilnehmenden abgeholt werden, ist das stets ein Wiedersehen auf hohem Niveau. Kleine Unvollkommenheiten in der Vorbereitung sind durch die Verschmelzung beseitigt. Perfekte Oberflächen und der Tiefenglanz entschädigen für die Mühe der Vorarbeit. Sollte ein Glas zu Bruch gehen, kann es in den meisten Fällen neu verschmolzen werden. Es bewahrheitet sich der Spruch: „Glas geht nicht kaputt, es wird nur immer kleiner“. Die kleinsten Stückchen Glas ergeben oft die erstaunlichsten Effekte. Darum arbeiten die Kursteilnehmer mit Glaskörnern (Granulat), mit Glaspulver und Glasfäden. Verschiedene Metalle kommen dazu, auch Gold, und werden im Glas eingeschmolzen. Mit keinem anderen Material außer Glas sind dreidimensionale Mosaike realisierbar. Klebetechniken sowie Glasschliff und Politur erweitern die Ausdrucksmöglichkeiten des ofengeformten Glases. Alle Kurstermine unter www.glashaus-magazin.de Quicklink GH46865.

Taschentuchvase

Der Name "Taschentuchvase" ist eine Übersetzung des italienischen "Fazzoletto". Die sog. Taschentuchvase wurde möglicherweise in Murano (I) erfunden. Die Abbildung einer roten „Fazzoletto-Vase“ von Venini (1940) finden Sie in GLASHAUS 1/2010, Seite 27. Die typische Faltenbildung kann mehr oder weniger stark, sowie regelmäßig oder unregelmäßig ausgebildet sein. Zufälligkeiten machen den Reiz dieser Formung des Glases aus. Die Abbildung zeigt eine kleine Taschentuchvase von M. Bleuel aus dem Düsseldorfer Museumskurs. Das feine Linienmuster auf dem weißen Glas harmoniert vollkommen mit der Form des Glases. 

Hochzeitsbild

Dieses Fensterbild entstand auf der Hochzeitsfeier von Sara und Henning. Die Gäste waren eingeladen, ihre Grüße und Glückwünsche dem Brautpaar mit auf den Weg zu geben. Aus Folien wurden Buchstaben und Bildmotive geschnitten und auf die Scheibe geklebt. Nach der Feier wurde die Glasscheibe zum Sandstrahlen gegeben und konnte eine Woche später dem Brautpaar überreicht werden. Das Fensterbild hängt seitdem an einem Wohnzimmerfenster. Im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten treten immer wieder andere Bildelemente hervor, erzeugen neue Farb- und Sinnzusammenhänge. Für das Foto wurde das Hochzeitsbild mit einer Kontrastfolie hinterlegt, die den Hintergrund ausblendet. 

Engel

Der "Engel" von E. Mank wurde mit Malglas (www.siebenlistglas.de) ausgeführt. Dabei wird mit Glaspulver direkt auf die Glasscheibe gemalt. Wird die Glasscheibe zum Verschmelzen mit der Malseite nach unten in den Verschmelzungsofen gelegt, entsteht ein Glasüberfang, der die Farbwirkung intensiviert. Gezeigt wird vom Engel nur der Kopf, die linke Schulter und ein Teil des linken Flügels. Der Betrachter ergänzt das Fehlende vor seinem inneren Auge. Wie bei einer Gestalt, die an einem Fenster vorbeigeht. So entsteht Nähe durch eine besondere Form der Distanz.

Flaschenstilleben

Einmal Flasche - immer Flasche?

Keinesfalls.

Flach geschmolzen

dienen sie als

Wand- oder Tischschmuck.

Und verraten noch ihre ursprüngliche Form.

Glaskurse in kreativer Atmosphäre

In einer kleinen Gruppe mit bis zu 9 Kursteilnehmern sind Anfänger stets willkommen. Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer arbeitet an ihrem/seinem persönlichen Thema. Der Kursleiter hilft bei der Umsetzung der Ideen ins Material Glas. Ein Abholtermin zum Empfang der fertigen Glasarbeiten wird mit der Gruppe abgesprochen.

Spezialkurse

Spezialkurse werden zu einem vorher vereinbarten Thema angeboten. Sie können über mehrere Tage gehen. Mögliche Themen sind Modeschmuck, 3D-Mosaike, Glasskulptur.